Raumakustik - Beratung & Messung

Hörsamkeit von Räumen

zur Akustik von Räumen

Für Räume im Bestand erstellen wir auf Grundlage raumakustischer Messungen einen detaillierten Bericht zur akustischen Güte inklusive eines zur Ertüchtigung der Akustik notwendigen Maßnahmenkatalogs. Für Neubauvorhaben bieten wir Ihnen die Möglichkeit, die Akustik Ihrer Räumlichkeiten im theoretischen oder computersimulierten Modell zu planen. Neben der kontinuierlichen Beratung geplanter Projekte bieten wir Ihnen allgemeine Beratungen rund um das Thema Raumakustik. Ob im Rahmen eines Telefonats oder eines Referats, melden Sie sich bei uns einfach hier.


Warum eigentlich Raumakustik?

„Gute“ Raumakustik hat ein Problem: Sie fällt meist nur dann auf, wenn sie nicht da ist!


Zum Beispiel im Wartesaal einer Zahnarztpraxis, wenn die Wartezeit bis zum epischen Finale mit den schönsten Geräuschen versüßt wird, zu denen die moderne Zahnmedizin in der Lage ist, oder wenn man sich den Gesprächen der Kollegen vom Nachbarstisch einfach nicht entziehen kann. Natürlich erinnere man sich an so manche Vortragssituationen, in denen die hintersten Reihen des Auditoriums zu einer gefühlten Zeitreise in eine verschwommene Vergangenheit gezwungen werden. Kurz um, sieht man von der musikalischen Raumnutzung einmal ab, so kristallisieren sich wenigstens fünf wesentliche Lebensbereiche heraus, welche durch eine schlechte Akustik gestört werden:

 

Die Intimität: (z.B.  im Gesundheitswesen wie Physiotherapie/ Psychoterapie etc.)
 

Die Vertraulichkeit: (z.B. eines Geschäftsgesprächs etc.)
 

Die Verständlichkeit: (z.B. sprachliche Verständlichkeit in sämtlichen Bildungseinrichtungen)
 

Die Ungestörtheit: (z.B. in Bibliotheken oder während der Arbeit in Großraumbüros)
 

Die Gesundheit: (z.B. an Arbeitsplätzen mit hohen Schallpegeln in Fabriken/Schulen/Kitas/Werkstätten)

 

raumakustische Normen

Die Akustik eiaum lässt sich akustisch an die individuellen Erfordernisse anpassen. Dies kann durch eine Analyse von grundlegenden Faktoren und deren Einbeziehung in die akustischen Berechnungen bereits plan- und realisierbar gemacht werden. Aus diesen allgemeinen physikalischen Raumeigenschaften, wie die Raumgeometrie, -größe und -ausstattung, lassen sich erste Erkenntnisse bezüglich der Nachhallzeit, der Diffusität und des Absorptionsverhaltens im Raum für unterschiedliche Schallquellen und Frequenzbereiche gewinnen. Diesen physikalischen Eigenschaften steht die Art der Raumnutzung als wichtiges Kriterium der akustischen Gestaltung gegenüber, die u.a. durch die psychoakustischen Anforderungen hinsichtlich der Verständlichkeit von Sprache und Musik den gestalterischen Schwerpunkt setzt.

Die DIN-Norm 18041 Hörsamkeit in kleinen und mittelgroßen Räumen  liefert hierfür neben einer groben Unterteilung in Räume der Gruppe A (Hörsamkeit über mittlere und große Entfernungen) und in Räume der Gruppe B (Empfehlungen für die Hörsamkeit über geringe Entfernungen) für nahezu jeden Raumtyp des alltäglichen Lebens raumakustische Normvorgaben, die der jeweiligen Nutzungsart Rechnung tragen. Darüber hinaus lassen sich in der DIN 18041 Empfehlungen und Gestaltungsvarianten akustischer Ertüchtigungsmaßnahmen finden. Die messtechnische Erfassung raumakustischer Parameter wird  in der DIN 3382 behandelt. Sie legt für die Großkategorien Aufführungsräume 3382-1, gewöhnliche Räume 3382-2 und seit 2012 auch für Großraumbüros 3382-3 fest, zu welchen Messbedingungen/abläufen man verfährt. Für die von uns durchgeführten raumakustischen Beratungen und Planungen sind DIN 18041 und DIN EN ISO 3382 (1,2,3) grundlegend.